/kulˈtuːra/ 

Cultura bedeutet ursprünglich „Pflege“, „Bearbeitung“ oder „Anbau“ (insbesondere des Bodens). Daraus entwickelte sich die heutige Bedeutung von Kultur: die Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, sozialen und traditionellen Ausdrucksformen einer Gesellschaft oder Gemeinschaft.

NÄCHSTE PREMIEREN

Eine Frau lügt. Aus Liebe. Ein Mann glaubt, er hat alles im Griff. Und dann kommt ein Brief.

Nora ist verheiratet, hat Kinder, ein schönes Zuhause und einen Ehemann, der sie für sein kleines, süßes Vögelchen hält. Was er nicht weiß: Vor Jahren hat Nora heimlich Geld beschafft, um sein Leben zu retten. Nicht legal, aber aus Liebe. Seitdem lebt sie mit einem Geheimnis, das irgendwann herauskommen muss.

 

Und natürlich kommt es heraus.

 

Plötzlich geht es nicht mehr um die perfekte Ehe, sondern um Angst, Abhängigkeit, Geld, Moral und die Frage, wer man eigentlich ist, wenn einem niemand sagt, wer man sein soll. Nora muss entscheiden, ob sie weiter die Frau spielt, die alle von ihr erwarten – oder ob sie zum ersten Mal ihr eigenes Leben lebt.

 

Nora nach Henrik Ibsen, frei bearbeitet, ist ein Gesellschaftsdrama über Liebe, Lügen und die Frage, wie viel Freiheit in einer perfekten Beziehung eigentlich Platz hat. Katharina Smutny schlüpft in alle Rollen und erzählt von der Zerrissenheit einer jungen Frau, die sich an den Zwängen der Gesellschaft abarbeitet. Regisseur Sebastian Schimböck verdichtet Ibsens Text zu einem eindringlichen Monolog. Seine Textfassung erzählt Noras Geschichte aus heutiger Perspektive und macht spürbar, wie aktuell die Fragen sind, die Ibsen bereits vor über hundert Jahren gestellt hat.

Premiere Dienstag, 17. November 2026 im Ateliertheater
ATELIERTHEATER | Burggasse 71, 1070 Wien

Besetzung Katharina Smutny
Regie  Sebastian Schimböck
Regieassistenz Nina Schüller

weitere Termine: 19. November 2026 / 02. Dezember 2026

Ein Offizier, eine Kränkung und eine Nacht voller Gedanken: In Arthur Schnitzlers „Leutnant Gustl“ gerät das Weltbild eines jungen Militärs ins Wanken, als eine scheinbar harmlose Begegnung seine Ehre infrage stellt. Gefangen in den starren Regeln seiner Zeit, kämpft Gustl mit Angst, Wut und Selbstzweifeln. Seine Gedanken kreisen um Rechtfertigungen seiner Tat, deren Konsequenzen und den Erlebnissen seines eintönigen Soldatenlebens. Als Monolog erzählt die Inszenierung zynisch von gesellschaftlichem Druck, verletztem Stolz und der Frage, wie viel unser Selbstbild wirklich wert ist.

Premiere Freitag, 20. November 2026 im Ateliertheater
ATELIERTHEATER | Burggasse 71, 1070 Wien

Besetzung Katharina Smutny
Regie  Sebastian Schimböck
Regieassistenz Nina Schüller

weitere Termine:  23. November 2026

Laufende Produktionen

Ein Mann kommt nach Deutschland. Er war lange weg, der Mann. Sehr lange. Vielleicht zu lange. Und er kommt ganz anders wieder, als er wegging. 

Beckmann war drei Jahre in Kriegsgefangenschaft. Dann kehrt er zurück: hungrig, müde und mit der Verantwortung, die er nicht mehr tragen will. Seine Frau hat einen anderen. Die Elbe will ihn nicht behalten. Die Menschen verschließen ihm die Türen. Und er ist draußen. 

Also zieht Beckmann durch die Stadt. Er begegnet einem Oberst ohne Schuldgefühl, einem Kabarettdirektor ohne Wahrheit und einem Gott, an den keiner mehr glaubt und Frau Kramer, die nichts weiter ist als Frau Kramer. Dabei folgt ihm: der Andere.

Doch wie kehrt man in eine Welt zurück, die eine andere ist? Die nichts mehr von einem wissen will?

„Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert ist ein bitteres wie ehrliches Stück über die erschütternden Folgen des Krieges und dessen Verantwortung in einer Gesellschaft des Wegsehens — und über einen Menschen, der unabdingbar nach einer Tür sucht, die sich für ihn öffnet, bevor es zu spät ist.

Premiere Mittwoch, 21. Oktober 2026 im Ateliertheater
ATELIERTHEATER | Burggasse 71, 1070 Wien

Besetzung Felicitas Lukas, David Ignjatovic, Florian Sendlhofer, Katharina Smutny
Regie & Bühne Sebastian Schimböck
Kostüm Zarah Rainer
Regieassistenz Anouk Herscovici
Technik Nina Schüller

weitere Termine: 22./23. Oktober 2026, 03./04./15. November 2026, 01./14. Dezember 2026 

Eine junge Frau stürzt sich aus dem Fenster.

Ein Graf wird deshalb wegen schändlichster Zauberei vor Gericht gezerrt.

Schuld daran ist ein Traum.

Denn zwei Menschen haben denselben Traum von ihrer schicksalhaften Liebe: Das Käthchen von Heilbronn und Friedrich, Graf Wetter vom Strahl. Käthchen nimmt diese Vision sehr ernst und folgt dem Grafen fortan auf Schritt und Tritt. Der wiederum hat gerade andere Probleme: Krieg führen zum Beispiel. Und seinen Traum gründlich missverstehen. Denn statt zu erkennen, dass ausgerechnet das Käthchen seine wahre Liebe sein könnte, verliebt er sich vorsichtshalber in Kunigunde — eine angebliche Kaiserverwandte mit auffallend großem Interesse an seinen Ländereien und einem noch größeren Geheimnis.

„Das Käthchen von Heilbronn“ nach Heinrich von Kleist, sehr frei bearbeitet von Sebastian Schimböck, ist ein rasantes Ritterspiel über Träume, Irrtümer und die erstaunliche Fähigkeit von Menschen, ihr eigenes Schicksal komplett falsch zu interpretieren.

Besetzung Felicitas Lukas, Jürgen Pfaffinger, David Ignjatovic, Florian Sendlhofer, Katharina Smutny
Regie & Text Sebastian Schimböck
Kostüm Zarah Rainer
Technik Nina Schüller

Wiederaufnahme Donnerstag, 29. Oktober 2026

Ateliertheater Wien | Burggasse 71, 1070 Wien

weitere Termine:  06./11./24 November 2026, 17. Dezember 2026

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