Eine Frau lügt. Aus Liebe. Ein Mann glaubt, er hat alles im Griff. Und dann kommt ein Brief.

Nora ist verheiratet, hat Kinder, ein schönes Zuhause und einen Ehemann, der sie für sein kleines, süßes Vögelchen hält. Was er nicht weiß: Vor Jahren hat Nora heimlich Geld beschafft, um sein Leben zu retten. Nicht legal, aber aus Liebe. Seitdem lebt sie mit einem Geheimnis, das irgendwann herauskommen muss.

 

Und natürlich kommt es heraus.

 

Plötzlich geht es nicht mehr um die perfekte Ehe, sondern um Angst, Abhängigkeit, Geld, Moral und die Frage, wer man eigentlich ist, wenn einem niemand sagt, wer man sein soll. Nora muss entscheiden, ob sie weiter die Frau spielt, die alle von ihr erwarten – oder ob sie zum ersten Mal ihr eigenes Leben lebt.

 

Nora nach Henrik Ibsen, frei bearbeitet, ist ein Gesellschaftsdrama über Liebe, Lügen und die Frage, wie viel Freiheit in einer perfekten Beziehung eigentlich Platz hat. Katharina Smutny schlüpft in alle Rollen und erzählt von der Zerrissenheit einer jungen Frau, die sich an den Zwängen der Gesellschaft abarbeitet. Regisseur Sebastian Schimböck verdichtet Ibsens Text zu einem eindringlichen Monolog. Seine Textfassung erzählt Noras Geschichte aus heutiger Perspektive und macht spürbar, wie aktuell die Fragen sind, die Ibsen bereits vor über hundert Jahren gestellt hat.

Besetzung Katharina Smutny
Regie & Text Sebastian Schimböck

ab 17.11.2026 im Ateliertheater

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