Elisabeth braucht Geld. Nicht viel. Nur genug für einen Wandergewerbeschein. Sie möchte arbeiten. Doch um arbeiten zu dürfen, muss sie bezahlen. Und weil sie nicht bezahlen kann, versucht sie zu verkaufen, was ihr noch geblieben ist: ihren eigenen Körper. Nicht jetzt, sondern später — nach ihrem Tod, für die Anatomie.
Damit beginnt ihr Weg durch eine Welt aus Vorschriften, Vorurteilen und falschen Hoffnungen. Elisabeth verliebt sich, wird enttäuscht, verurteilt und immer weiter an den Rand gedrängt. Jeder Mensch, dem sie begegnet, könnte ihr helfen. Doch niemand will ihr helfen.
„Glaube Liebe Hoffnung“ von Ödön von Horváth ist ein berührendes Stück über Armut und Bürokratie, über die Sehnsucht nach einem besseren Leben — und über eine Gesellschaft, in der ein Mensch an sehr wenig zugrunde gehen kann. Katharina Smutny schlüpft in alle Rollen, führt Dialoge mit sich selbst und zeigt die Aktualität dieses Textes. Regisseur Sebastian Schimböck verdichtet den Text zu einem eindringlichen Monolog. Seine Textfassung rückt Elisabeth konsequent ins Zentrum und lässt die Menschen, denen sie begegnet, durch ihre Erinnerung lebendig werden.

Besetzung Katharina Smutny
Regie & Text Sebastian Schimböck
